Neues vom IJMC

In Corona-Zeiten hat sich die Welt verändert und vieles ist zum Stillstand gekommen. Auch auf unseren Modellflugplätzen ist es leer geworden. Veranstaltungen und Wettbewerbe wurden abgesagt. Die in diesem Jahr geplante Jet-WM in Österreich ist ein Opfer der Pandemie geworden. Diese Zeit des Stillstands hat das IJMC für eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Situation genutzt. Das Ergebnis: Es muss deutliche Veränderungen in der Ausschreibung zur WM, bei den Anforderungen an die Organisation einer Weltmeisterschaft und bei der Attraktivität des WM-Wettbewerbs geben.
Im Laufe der Jahre ist der Aufwand für den Bau eine WM-Modells durch den in der Natur der Sache liegenden Überbietungswettbewerb der Teilnehmer auf ein Niveau gestiegen, das nur noch von ganz wenigen Teilnehmern geleistet werden kann. Dies schreckt vor allem Neueinsteiger ab. Deshalb muss die Anforderung an die Baubewertung deutlich heruntergefahren werden. Ziel muss es sein, dass man mit einem guten Baukastenmodell als Basis, das mit einem überschaubaren Aufwand überarbeitet werden kann, an einer Weltmeisterschaft teilnehmen kann. Dies kann zum Beispiel erreicht werden, indem die Ansichten nicht mehr so hoch bewertet werden wie heute. Eigenleistungen wie Verstecken der Anlenkungen, Scale-Details, Oberfläche usw. aber höher gewichtet werden. Aufpassen müssen wir, dass wir nicht an anderer Stelle die Anforderungen hochfahren, so dass wieder professionelle Hilfe wie ein Lackierer nötig werden. Der Preis dafür werden einfachere Modelle mit einfacherer Farbgebung sein. So, dass eben alles aus einer Hand gemacht werden kann. Dies soll aber kombiniert mit guten fliegerischen Leistungen möglich machen, dass für mehr Teilnehmer realistische Chancen bestehen, eine Medaille zu gewinnen. Speziell auch für Teilnehmer aus Ländern mit weniger Möglichkeiten. An all dem wird zur Zeit mit Hochdruck gearbeitet.
Mit Corona ist auch der Zahl der Sponsoren, die zur Finanzierung einer Weltmeisterschaft nötig sind, auf null gesunken, was auch für unsere österreichischen Freunde neben Corona das Aus bedeutet hat. Im IJMC wird diskutiert, ob es unbedingt ein Flugplatz mit großen Hallen und einer festen Piste sein muss. Ob es nötig ist, dass große Hotels in der Nähe sind und ob es nicht weitere Einsparmöglichkeiten bei der Organisation gibt. Wir glauben, dass auch ein gut ausgestatteter größerer Modellflugplatz mit einer Rasenpiste und weniger Infrastruktur ausreichend sein müsste und prüfen diese Option mit unseren Mitgliedsländern.
Hinzu kommen auch die immer größeren Transportprobleme der Modelle für Teilnehmer aus dem Ausland. Neben den fast nicht mehr zu erfüllenden Auflagen übersteigen auch die Kosten die finanziellen Möglichkeiten vieler Teilnehmer. Dies ist sicher ein Grund, warum wir keine Teilnehmer aus den USA und ihren Nachbarländern mehr haben.

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