Baubericht Airbus A330-300

Als mein Freund Adi und ich unsere MD-11 bei ihm im Bastelraum bauten, sah ich Teile von einem Rumpf an der Wand hängen. Er erzählte mir, dass die rechte Turbine seines A330-300, sein damaliger ganzer Stolz, bei einem Platzüberflug auf einem Airliner-Treffen ihren Dienst aufgab und dann das Modell abstürzte. Übrig geblieben sind nur die Tragflächen, Höhenleitwerke, Turbinengondeln und das Fahrwerk. Diese Teile waren stark beschädigt, aber reparabel.


Sein Plan war, irgendwann diese Teile wieder zu reparieren und wieder zu verwenden. Aber dieser Plan wurde von Adi nie umgesetzt. Durch sein Megaprojekt 747 kam er nicht dazu, seine A330-300 neu aufzubauen, deshalb kaufte ich die übrig gebliebenen Teile als Basis für meinen Neubau der A330-300. Dabei half mir auch ein gutes Modell des A330-300 von Revell im Maßstab 1:160. Bei unserer MD-11 hatten wir die Styroporkerne selbst geschnitten, aber das wollte ich bei meinem A330-300 nicht wiederholen, deshalb bat ich Manfred Köster um Hilfe. Da sein Händler kein trockenes Styropor vorrätig hatte, dauerte es allerdings ein paar Wochen, bis er die Kerne liefern konnte. Aber das war kein Problem, denn ich musste ja bei Norbert Rauch noch die GfK-Teile für den Rumpf bestellen. Norbert teilte mir mit, dass er für die Fertigung des Front- und Heckteils etwas Zeit brauchte. Da ich die Turbineneinläufe von Norbert gerne an meinen Modellen verbaue, rief ich ihn später noch mal an und bestellte diese zusätzlich. Bis die bestellten Teile geliefert wurden, hatte ich Zeit, die beschädigten Tragflächen zu reparieren, was auch mehrere Tage dauern würde. Das dafür nötige Balsaholz bestellte ich in guter Qualität bei Balsaholz Thoma in Fischach und holte es dort ab.


Zu Beginn der Reparatur schraubte ich die Servos aus den Tragflächen heraus, damit diese nicht noch mehr beschädigt wurden. Nach dem groben Einpassen der neuen Spanten wurden diese verleimt und die Beplankung mit Harz aufgebracht. Danach nahmen das Schleifen und Spachteln kein Ende. Zum Schluss strich ich verdünnten Schleifgrund auf, den ich dann wieder fast ganz abschliff. Noch einmal kam Schleifgrund darauf, der aber nur der vorhandenen Farbe angeglichen wurde. Danach wurde die ganze Fläche mit 600er Schleifpapier und Schleifpad angeschliffen. Dann endlich waren beide Tragflächen zum Lackieren fertig. Beide Höhenleitwerke waren bei dem Absturz nur leicht beschädigt worden, deshalb war die Reparatur kein größeres Problem. Fast zeitgleich kamen dann die E-Mails von Norbert und Manfred, die mir die Fertigstellung der bestellten Teile mitteilten. Mit meinem Freund Rolf, der bei solchen Aktionen immer mein treuer Begleiter war, habe ich mit Norbert und Manfred Termine abgestimmt, und los ging die Rundreise über Siegen nach Dortmund und wieder zurück – mit den bestellten Teilen im Auto. Jetzt konnte mit dem Bau der Rumpfröhre begonnen werden. Adi bot mir seine Hilfe an, denn allein die Halbschalen der Röhre mit Balsaholz zu beplanken, ist nicht so einfach. Ich entschied mich dieses Mal dafür, einen Kontaktkleber zu verwenden, denn bei der MD-11 hatten wir …

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